Schnarchen Ursachen

Jeder kennt das lautstarke Geräusch, das man in der Umgangssprache auch Schnarchen nennt. Vor allem Partner, die mit einem schnarchenden Mann oder einer schnarchenden Frau in einem Bett schlafen müssen, leiden darunter. Die Ursachen für das Schnarchen können auf verschiedene Probleme zurückgeführt werden.

Das Phänomen tritt vermehrt bei älteren Menschen auf – so besagen beispielsweise Studien, dass jüngere Frauen (unter 30 Jahren) fast nie schnarchen, aber nach Erreichen dieser Altersgrenze die Wahrscheinlichkeit des Schnarchens drastisch ansteigt. Andere Studien besagen, dass in etwa 60 Prozent der Männer davon betroffen sind.

Wenn auch Sie unter der Ronchopathie (dem medizinischen Wort für Schnarchen) leiden, dann sollten Sie in erster Linie die Ursachen abklären, um so nachhaltig Linderung zu schaffen.

Was ist der Unterschied zwischen primärem Schnarchen und der obstruktiven Schlafapnoe?

Im Normalfall hat Schnarchen keine Auswirkungen auf die eigene Gesundheit, außer wenn das Schnarchen mit Atemaussetzern einhergeht. Diese Krankheit bezeichnet man auch als obstruktive Schlafapnoe, die unbedingt von einem Arzt abgeklärt werden muss. Wenn Betroffene nur schnarchen, dabei aber die Luftversorgung ganz normal funktioniert, dann muss theoretisch aus ärztlicher Sicht auch nichts gemacht werden.

Ein Grund, warum man etwas daran ändern sollte, ist nur dann, wenn es einem selbst oder den Partner stört. Beim Schnarchen, das mit Atemaussetzern einhergeht, kann es zu einer Abnahme des Sauerstoffgehaltes im Blut kommen, was sich natürlich auf die Gesundheit des Menschen auswirken kann. Hier muss man handeln.

Schnarchen: Ursachen und ihre Folgen

Grundsätzlich entsteht das Schnarchen, weil sich in der Nacht während des Schlafs die Muskulatur im Mund- und Rachenraum erschlafft und dadurch alles weich wird. Wenn Betroffene dann einatmen, kann das erschlaffte Gewebe sowie das Zäpfchen in Schwingung gebracht werden und dafür sorgen, dass diese laute Geräusch entsteht. Häufig kommt es durch den tiefen Atemzug auch zur Vibration des Gaumensegels oder des Zungengrundes.

Schnarchen und die verschiedenen Gründe

Nicht bei jedem Schnarch Problem ist auch dieselbe Ursache festzumachen. So gibt es Männer, die beispielsweise wegen einer verkrümmten Nasenscheidewand zu diesem Problem neigen, während andere deshalb schnarchen, weil sie mit offenem Mund schlafen und der Rachen verengt ist. Grundsätzlich kann man in den meisten Fällen davon ausgehen, dass die Verengung im Hals bzw. im Gaumen dazu führt, dass das Schnarchen entsteht.

Nase

Wenn Sie bereits tagsüber Probleme beim Luftholen und Einatmen haben, dann könnten durchaus die oberen Atemwege, insbesondere die Nase, die Quelle des Schnarchens sein. Studien bezeugen, dass in vielen Fällen die Nase am Schnarchgeräusch mitbeteiligt ist. Laut Ärzten steht hinter dem Problem eine Nasenscheidewandverkrümmung oder eine zu große Nasenmuschel.

Viele Patienten sind auch vor allem dann vom Schnarchen betroffen, wenn Sie eine Allergie haben oder unter einer Erkältung leiden. So kann nach Einnahme verschiedener Medikamente gegen die Allergie oder die verstopfte Nase das Schnarchgeräusch deutlich abnehmen. In diesen Fällen braucht es keine weiteren Behandlungsmöglichkeiten, da eine Erkältung, entzündete Nasennebenhöhlen oder eine Allergie (z. B. Heuschnupfen) nach einer bestimmten Zeitperiode wieder vergehen. Falls Sie aber unter einer anatomischen Verkrümmung der Nasenscheidewand leiden, dann kann eine Operation Linderung schaffen. Schnarcher sollten sich diesbezüglich bei einem Arzt ausreichend informieren.

Eine weitere Ursache für das Schnarchen könnten vergrößerte Nasenpolypen sein. Bei diesem Symptom handelt es sich um Wucherungen in der Nasenschleimhaut. Diese sind normalerweise gutartig, aber sorgen dennoch für Probleme mit dem Atmen. Zudem führen vergrößerte Polypen zu einer höheren Wahrscheinlichkeit von Entzündungen in den Nasennebenhöhlen. Wenn Sie mehr Informationen zu diesem Thema erhalten möchten, dann könnte Ihnen dieser Artikel zum Thema vergrößerte Nasenpolypen und Auswirkungen auf die Atmung gefallen.

Kiefer

Wer unter einer bestimmten Fehlstellung vom Unterkiefer leidet, der sollte dies untersuchen lassen, um erfolgreiche Maßnahmen gegen Schnarchen zu finden. Ein Arzt kann herausfinden, wenn der Unterkiefer zu weit hinten ist. Dadurch kann es zu einem verengten Raum zwischen der Hinterwand des Rachens und des Kiefers kommen, welcher wiederum für das Schnarchen verantwortlich sein kann.

Zunge

Auch der Zungengrund kann zu dem bekannten rasselnden Schnarchgeräusch führen. Viele Personen atmen in der Nacht durch den Mund ein: Im Schlaf entspannt sich der ganze Körper, so auch das Gewebe im Mund- und Rachenraum. Wenn die Zunge in Ihrem Mund zurückfällt, dann kann es zur Verengung der oberen Atemwege führen. Der Strom der Einatmung kann diese Hürden nicht problemlos passieren und dadurch kommt es zum lauten Geräusch des Schnarchens. Das Problem tritt vor allem dann auf, wenn man statt auf der Seite auf dem Rücken schläft. In dem Fall können Sie als Rückenschläfer durch einen eingenähten Tennisball in Ihrer Schlaf-Kleidung dafür sorgen, dass Sie sich nicht auf den Rücken drehen. Probieren Sie es aus – das könnte eine ideale Methode gegen Schnarchen sein.

Zu große Mandeln

Haben Sie bereits von zu großen Mandeln gehört? Wenn nicht, dann sollten Sie sich darüber informieren. Vielleicht begünstigt bei Ihnen dieses Problem das Schnarchen. Meist kann man das mit einem schnellen Termin beim Arzt klären: Vergrößerte Mandeln sorgen dafür, dass die einströmende Luft häufig zu viele Engstellen wie auch das Zäpfchen passieren muss, bis sie endlich in der Lunge ankommt.

Damit man sich dieses Szenario besser vorstellen kann, muss man wissen, dass die Luft, die durch die Nase eingeatmet wird, zunächst an den Rachenmandeln vorbeikommt, bevor sie schließlich die Gaumenmandeln erreicht. Dadurch, dass angeschwollene Mandeln eine Ursache für das Schnarchen sein können, schnarchen auch viele kleine Kinder. Natürlich beschränkt sich dieses Problem meist auf diese Phasen, wenn das Kind unter einer Mandelentzündung oder Angina leidet.

Das Problem bei angeschwollenen Mandeln und Schnarchen ist, dass durch das Schnarchgeräusch wiederum die Schleimhäute größer werden und sich deshalb das Geräusch nochmals verstärken kann.

In diesem Zusammenhang ist es wichtig, dass Sie sich bewusst werden, ob bei Ihnen auch die Mandeln Schuld für das Schnarchen sind. Wenn dem so ist, dann sollten Sie abklären lassen, ob sie zu groß sind – mit einer Operation zur Verkleinerung oder Entfernung der Mandeln lässt sich dieses Problem lösen.

Übergewicht

Auch, wenn Übergewicht nicht in direktem Zusammenhang mit Schnarchen steht, haben viele Forscher herausfinden können, dass bei einer Zunahme der Körper überall an Fett zulegt. So ist es auch möglich, dass man im Mund- und Rachenraum Fettdepots entwickelt. Falls Sie also beobachtet haben, dass Sie erst seit kurzer Zeit schnarchen und in dieser Zeitperiode auch an Gewicht zugelegt haben, dann könnte dies die Ursache sein, warum Ihnen das Atmen im Schlaf schwieriger fällt.

Im Grunde führen vergrößerte Fettdepots im Mund dazu, dass die Luft beim Einatmen nicht mehr problemlos in die Luftröhre fließen kann. Vor allem im Alter nehmen viele Menschen automatisch zu und deshalb ist es sehr wichtig, dass Sie auf eine möglichst gesunde Ernährung und einen ausgeglichenen Lifestyle achten.

Diese Tipps sollten für einen gesunden Körper beachtet werden:

  • Der Fokus sollte auf eine ausgewogene Kost gerichtet sein, d. h. dass Sie möglichst wenig fett- und zuckerhaltige Fertigprodukte, wenig Softdrinks und selten Fastfood essen sollten. Stattdessen ist es wichtig, dass Sie sich auf frisches Obst und Gemüse, Hülsenfrüchte, Samen und Nüsse sowie Vollkornprodukte konzentrieren.
  • Personen, die sich ausreichend bewegen, fühlen sich allgemein fitter und legen nicht so rasch an Gewicht zu. Wenn Sie aber immer den ganzen Tag zu Hause sitzen und gar nichts tun, dann ist es ganz normal, dass Ihre Muskeln, Ihr Gewebe und der gesamte Stoffwechsel nicht richtig in Schwung gebracht bzw. ausgelastet werden. Im Alter sollten Sie auf eine gute und moderate Bewegung Ihrer Muskeln Wert legen. Wandern, spazieren gehen, Schwimmen oder Nordic-Walking sind perfekte Sportarten, um Ihren Körper zu trainieren und fit zu halten. Sie werden sehen, dass sich Ihr Körper nach einem regelmäßigen Training auch mehr ausgepowert fühlt und sich dadurch sogar Ihr Schlaf verbessert.
  • Kein Alkohol und keine Zigaretten – auch, wenn Ihnen das schwerfällt, sollten Sie auf diese Genussmittel verzichten. Alkohol beispielsweise führt dazu, dass sich das Gewebe und die Muskeln in Ihrem Mund entspannen, was wiederum dafür sorgt, dass Sie mehr schnarchen. So ist es wichtig, dass Sie das Rauchen drastisch reduzieren und im besten Fall ganz damit aufhören. Statt langer Partygänge mit viel Alkohol sollten Sie andere Entspannungs- und Freizeitmöglichkeiten finden. So kann ein gemütlicher Abend mit Freunden ohne Alkohol genauso toll werden, wie eine Party, auf der Sie betrunken sind. Wenn Sie schnarchen, dann ist es auch unter der Woche nicht förderlich, am Abend noch ein paar Gläser Wein oder Bier zu trinken – auch, wenn sich das für viele entspannend anfühlt, kann man das auch mit beispielsweise Bewegung erzielen. Dabei tun Sie etwas Gutes für Ihren Körper und gleichzeitig für den Geist. Ein gemütlicher Spaziergang mit Ihren Freunden tut Ihrer Seele gut und ist ideal zum Relaxen. Daneben kann Ihnen auch progressive Muskelentspannung, Yoga oder Meditation helfen.

Gefährlich: Obstruktive Schlafapnoe

Die Ursachen für das Schnarchen können vielfältig sein – wie Sie bereits oben lesen konnten. Das Problem ist dann groß, wenn Sie nicht nur unter dem lauten Geräusch leiden, sondern Atemaussetzer dazu kommen.

Studien zufolge sind in etwa nur drei bis fünf Prozent aller Schnarcher von dieser Störung betroffen.

Wenn Sie sich unsicher sind, ob Sie auch davon betroffen sind, dann können Ihnen diese Hinweise helfen:
  • Personen, die darunter leiden, wachen häufig sogar mehrmals pro Nacht auf und spüren Herzrasen bzw. erleben eine Luftnot.
  • Betroffene schwitzen im Schlaf viel mehr, da der Körper stark von den Atemaussetzern beeinflusst wird und deshalb in Rage kommt.
  • Nachdem Sie aufwachen, ist der Mund sehr trocken.
  • Auch, wenn Sie vermeintlich einen guten und langen Schlaf hatten, fühlen Sie sich am Morgen müde und “gerädert”.

Falls Sie das Gefühl haben, dass mehrere Punkte auf Sie zutreffen und Sie auch davon ausgehen, dass das Schnarchen mit Atemaussetzern zu den Ursachen für Ihren schlechten Schlaf zählt, dann sollten Sie umgehend zum Arzt gehen. Mit speziellen Tests beobachten Experten das Schnarchen, die Atemaussetzer und Ihr Schlafverhalten. Ursachen können dadurch herausgefunden und abgeklärt werden. Informationen zu weiteren Atemerkrankungen finden Sie auf der Startseite.

Ursachen der Schlafapnoe

Grundsätzlich liegen der Schlafapnoe dieselben Ursachen zugrunde wie auch beim “normalen Schnarchen”. Bei dieser Störung erschlaffen die Muskeln im Mundbereich und die Einatmung muss durch die verengten oberen Atemwege gelangen und das Zäpfchen passieren, bis sie schließlich in die Luftröhre gelangt. Dieser Weg wird vom lauten Schnarchen begleitet.

Die Schlafapnoe geht zudem noch mit Atemaussetzern einher. Diese sorgen dafür, dass der gesamte Organismus des Betroffenen nicht genügend Sauerstoff bekommt. Das Problem hierbei ist, dass der Mensch natürlich überleben will und deshalb öfters in der Nacht kurz aufwacht. Dieser Prozess wiederholt sich nachts mehrere Male und die Folge ist, dass die Person durch das ständige Aufwachen am nächsten Morgen sehr müde ist.

Möglichkeiten der Therapie

Es gibt heutzutage gute Therapiemöglichkeit, die die Schlafapnoe eliminieren können. So können zum Beispiel Kieferfehlstellungen oder Verengungen der Atemwege mit einer OP beseitigt werden. Zu den bekanntesten Maßnahmen gehört sicherlich die sogenannte CPAP-Therapie, die dafür sorgt, dass der Atem von der Nase bis zur Luftröhre stabil gehalten wird.

Bei dieser Therapie müssen Betroffene eine Maske aufsetzen, die dafür zuständig ist, die Einatmung zu regulieren, das Schnarchen zu lindern und die Störungen des Atems zu verhindern. Viele Patienten, die diese CPAP-Therapie verwendet haben, berichten von positiven Erfahrungen und einem verbesserten Schlafverhalten. Durch das Gerät wird eine schlechte Einatmung verhindert und der gesamte Organismus mit ausreichend Sauerstoff versorgt.

Daneben betonen auch einige Personen, die unter dieser Störung leiden, dass sie gute Erfahrungen mit Bissschienen oder Protrusionsschienen für den Unterkiefer gemacht haben. Laut deren Aussagen soll sich dadurch die Schlafqualität enorm verbessert haben.

Fazit: Was kann man gegen das Schnarchen tun?

In unseren Breitengraden gibt es einige Mittel gegen Schnarchen – dadurch, dass es aber verschiedene Ursachen für dieses Problem gibt, ist noch kein allgemeingültiges Geheimrezept auf dem Markt, das für alle gilt und bei jedem Betroffenen gute Resultate erzielt.

Auch, wenn Sie sich beispielsweise angewöhnen auf der Seite zu schlafen, statt in Rückenlage, heißt das noch lange nicht, dass Sie mit dem Schnarchen aufhören. Fakt ist: Durch die Seitenlage kann der Zungengrund die Luftwege weniger blockieren und dadurch wird bei der Einatmung das Zäpfchen und anderes erschlafftes Gewebe weniger in Vibration gebracht. Doch nicht immer reicht das aus, um das Schnarchen komplett zu unterbinden. Des Weiteren kann auch eine Operation der Mandeln dabei helfen, das Problem vom Schnarchen zu beheben – falls die zu großen Mandeln das Schnarchen verursacht haben.

Bei einer Gewichtszunahme sollten Sie unbedingt darauf achten, dass Sie sich wieder einen gesunden Lifestyle angewöhnen. Dazu gehört nicht nur das gesunde Essen, sondern vor allem auch ausreichende Bewegung.

Schnarcher, die nur in den Perioden einer Erkältung oder der Heuschnupfen-Saison unter dem Problem leiden, sollten immer darauf achten, dass die oberen Atemwege frei sind. Hier können bestimmte Tees mit diversen Heilkräutern oder andere Hausmittel Abhilfe schaffen. Nachdem Ihre Nase wieder frei ist, sollten Sie wieder zur Nasenatmung zurückkehren – wenn Sie nämlich keine Verkrümmung der Nasenscheidewand haben, dann gibt es hier keinen Auslöser für das Schnarchen.

Sie werden sehen, dass Sie einige Dinge ausprobieren müssen, um erfolgreich gegen Schnarchen vorgehen zu können.